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Saljut & AlmasDas Sonnensystem lässt sich durch eine zugängliche Taktik erschliessen. Als erstes errichten wir einen Siedlung ausserhalb der Atmosphäre. Haben wir uns dort gründlich eingerichtet, eine zuverlässige Basis geschaffen und uns dem Leben im Äther angepasst, werden wir leichter unsere Geschwindigkeit verändern, uns von der Erde und der Sonne entfernen können. (K.E.Ziolkowski) Unter dem Druck des erfolgreich ablaufenden US-Apolloprogramm war die Sowjetunion unter Zugzwang etwas noch besseres zu vollbringen. So wurde am 17. November 1969 der Prototyp einer Raumstation, bezeichnet als Saljut, von Baikonur ins All geschossen. Da dies mit einem neuen Raumträger, einem Prototyp der Rakete Proton, geschah, konnte man fast ahnen, dass etwas schief laufen würde. Dies war auch so. Die Rakete explodierte mitsamt der neuen Raumstation, die sodann als Saljut A in die Geschichtsbücher einging. Dennoch war dies der Beginn einer einzigartigen Besiedelung des Weltraumes, die dazu führte, dass seit der Station MIR (ab 1986) ständig zwei bis drei Menschen über uns um den Erdball kreisen.
Am 30. April 1972 wurde eine Militärversion ins All geschossen. Doch die Rakete vom Typ Proton explodierte kurz nach dem Start. Diese Station bekam den Namen Saljut B. Diese intern als Almas, extern als Saljut bezeichnete Station diente nur zu Aufklärungs und Spionagezwecken und war ein hochgeheimes Projekt des sowjetischen Militärs. Von der Bauweise her waren die insgesamt drei Almasstationen nicht mit den übrigen Saljutstationen zu vergleichen. Die Almasstationen wurden in wesentlich niedrigeren Umlaufbahnen stationiert. Sie besassen eine Fotoausrüstung mit extrem lichtstarkem Objektiv um Spionagefotos zu ermöglichen. Zudem waren sie mit einem Teleskop ausgerüstet und besassen hochpräzise Messinstrumente um die Station optimal über einem Zielgebiet zu platzieren. Zudem war vorgesehen, die Stationen mit einem Laser- oder Raketensystem auszurüsten um damit feindliche Satelliten abzuschiessen. Da die Besatzungen, bestehend aus 2 Kosmonauten, aber einem riesigen Druck ausgesetzt waren, sie hatten Arbeitsschichten von 4 Stunden, gefolgt von 2 Stunden Schlaf, wurde dies nie verwirklicht. Zudem ermöglichten Fortschritte in der Entwicklung von Spionagesatelliten die militärischen Saljut's einzustellen. Insgesamt wurden 3 Almasstationen, Saljut B, Saljut 3 und Saljut5 ins All geschossen. Diese wurden von insgesamt 5 Besatzungen besucht. Da es beim Abstieg von Sojus 11, die an Saljut 1 angekoppelt war einen defekt gab und die Besatzung getötet wurde, wurden die Stationen massiv umgebaut, so dass der Start der nächsten Station Saljut 2 erst am 3. April 1973 erfolgte. Doch die Station hatte einige Probleme. Sie erlangte keine Stabilität, taumelte 55 Tage und zerbrach dann. Eine gleichartige Reservestation wurde am 11. Mai 1973 unter der Bezeichnung Kosmos 557 gestartet. Da bei ihr die Kommandoübertragung nicht funktionierte stürzte sie bereits nach 11 Tagen über dem Pazifik ab. Am 24. Juni 1974 war es wieder Zeit eine Station ins All zu schiessen. Saljut 3, wieder eine militärische Station, verzeichnete insgesamt nur eine erfolgreiche Kopplung. Eine zweite Kopplung musste wegen leerer Batterien der Sojus 15 Kapsel abgebrochen werden. Saljut 4, gestartet am 26. Dezember 1974, war die erste zivile Station. Sie besass neben anderen Messinstrumenten ein Sonnenteleskop. Bei zwei gelungenen Kopplungen waren Kosmonauten insgesamt 91 Tage auf der Station. Da die Station vermutlich nicht mehr voll funktionsfähig war, wurden ab dem Jahr 1976 keine weiteren Starts mehr unternommen. Die Station stürzte am 2. Februar 1977 ab. Bereits am 22. Juni 1976 wurde Saljut 5, die letzte militärische Version, gestartet. Die Station hatte während ihrer Lebzeit zwei gelungene Kopplungen zu verzeichnen.
Über die ganze Zeit gesehen, kann man sagen, dass die zivilen Saljut Raumstationen recht erfolgreich waren. Die militärischen Versionen erfüllten die in sie gesetzten Hoffnungen hingegen nicht vollständig. Es war abzusehen, dass etwas grösseres folgen musste, die MIR. |
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